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Das große Facelift der A-Klasse


Oftmals wurde von der Fachpresse kritisiert, der W168 sei innen wenig „mercedes“. Die kleine Modellpflege im Mai 1999 war der erste Schritt, das große Facelift im März 2001 brachte die A-Klasse sehr viel weiter in Richtung Mittelklasse. Insgesamt 980 Teile der A-Klasse wurden modifiziert oder ausgetauscht, hauptsächlich im Interieur, in dem unter Anderem Materialien aus der S-Klasse Verwendung fanden. Dort ist auch der größte Unterschied sichtbar.

Im Vergleich zu Vor-MoPf-Modellen wirkt das Cockpit wesentlich hochwertiger. Die Schalter für Heizung und Lüftung wanderten eine Etage tiefer, das wesentlich öfter benutzte Radio rutschte ebenso wie die Schalterleiste mit Sitzheizung, Heckscheibenheizung, ASR off etc. nach oben. Die neu gestaltete, leicht geneigt eingepasste Mittelkonsole wurde je nach Ausstattungsvariante durch eine Strukturoberfläche mit Metalleffekt (CLASSIC), durch Edelholzfurnier (ELEGANCE) oder durch hochwertiges Aluminium (AVANTGARDE) verziert. Die Instrumententafel wirkt nun wie aus einem Guss, keine störenden Airbag-Sollbruchstellen oder Übergänge sind mehr sichtbar, und überzeugt durch die verwendete Schaumfolie in der Haptik. Die ovalen Düsen unter der Frontscheibe sind weniger spiegelnden und leistungstechnisch besseren Luftschlitzen gewichen. Detailverbesserungen wie die nun umrahmten Luftduschen mit integrierten Verstellrädchen oder die umfassten Bedienelemente des KI wirken auf den ersten Blick unwichtig, verbessern aber insgesamt den Qualitätseindruck im Vergleich zum Pre-MoPf merklich. Dazu trägt auch das neu gestaltete Handschuhfach bei – es besitzt nun einen neuen Griff und klappt im Gesamten nach unten auf. Das neue Drei-Speichen-Lenkrad mit größerem Lenkradkranz passt zum neuen Interieur.

Fiel man beim Pre-MoPf zwischen Mittelkonsole und Getriebetunnel optisch noch in ein Loch, verbindet der MoPf diese beiden Teile durch ein neu gestaltetes Aschenbecher- und Zigarettenanzünderfach, welches sich über ein Rollo mit integrierter Chromleiste öffnen und schließen lässt. Auch hier fällt wieder die Liebe zum Detail auf, mit der Mercedes die A-Klasse überarbeitete. Der am Getriebetunnel hochgezogene Teppichboden weiß ebenso zu gefallen wie die Jalousie am Führungskanal des Handbremshebels. Die neu gestalteten Türverkleidungen fallen besonders durch den edel wirkenden Rundstrickverloursbezug auf, bei ELEGANCE und AVANTGARDE kamen zudem Zierleisten aus Edelholzfunier bzw. Aluminium dazu. Das weitere Umfeld wurde ebenfalls aufgewertet: Die mit Stoff bezogenen A-Säulen, der neue Dachhimmel mit integrierten Haltegriffen, die feste Gepäckraumabdeckung und die Drehöffner der seitlichen Ablagefächer des Kofferraums tragen ihren Teil zur hochwertigeren Erscheinung der A-Klasse im Innenraum bei.

Jedoch ist ein MoPf-Elch auch auf den ersten Blick von außen zu erkennen. Die markanteste Änderung dürften die neuen, dynamischeren Front- und Heckschürzen sein; die A-Klasse wirkt wesentlich kräftiger und mit den neu integrierten Schutzleisten, bei ELEGANCE und AVANTGARDE lackiert und mit Chromleiste, auch edler. Lines-typische Unterschiede gibt es auch im unteren Bereich der Frontschürze, wo der in Wagenfarbe lackierte Lufteinlass bei ELEGANCE und AVANTGARDE durch eine flügelähnliche Querspange aufgewertet wird. Das CLASSIC-Modell kommt ohne dieses Detail aus und besitzt stattdessen ein schwarzes Gitter. Frontscheinwerfer mit neuen Reflektoren im Klarglasdesign wirken moderner als die bisherigen Streuscheiben. Das gilt ebenfalls für die neuen Rückleuchten in Brillantoptik, wobei die Transparentbereiche bei AVANTGARDE dunkel abgetönt wurden. Der Frontgrill bekam vier statt drei Lamellen und wirkt nun filigraner. In der Seitenansicht fallen die nun serienmäßigen Schutzleisten an den Türen auf. Das Spiegeldreieck, die Stege in den vorderen und hinteren Seitenscheiben sowie die B-Säulen sind weitere Identifizierungsmerkmale der drei Design- und Ausstattungslines. Während diese Bereiche beim Modell CLASSIC in Mattschwarz erscheinen, erhalten sie bei ELEGANCE und AVANTGARDE individuell gemusterte Verkleidungen. Auch das Design der serienmäßigen Leichtmetallfelgen der Topvarianten ELEGANCE und AVANTGARDE passt sich künftig noch stärker dem jeweils individuellen Charakter dieser Lines an. Die Line ELEGANCE fährt mit Leichtmetallfelgen im Zehnloch-Design von der Montagelinie, während beim Modell AVANTGARDE sportliche Fünfloch-Felgen zum Einsatz kommen. In beiden Fällen ziert ein verchromter Mercedes-Stern die Mittelpunkte der Felgen. Mit den ebenfalls neu gestalteten Radzierblenden macht auch das Modell CLASSIC eine gute Figur.

Doch nicht nur optisch ist der Fortschritt zu sehen, auch unter dem Blech hat sich Einiges verändert. Zum einen wurde das Fahrwerk überarbeitet und weiter auf Komfort getrimmt. Auch das ESP wurde überarbeitet; im MoPf findet sich das weicher regelnde ESP der vierten Generation. Die Mercedes-Ingenieure haben das Zusammenspiel von ESP und Brems-Assistent optimiert und koppelten beide Funktionen vom Bremskraftverstärker ab. Für den Aufbau des Bremsdrucks sorgt stattdessen eine neue zweistufige Hochdruckpumpe in der ESP-Hydraulikeinheit, die sich einerseits für die Funktionen des elektronischen Stabilitätsprogramms präzise und komfortabel regeln lässt und die andererseits so leistungsstark ist, dass sie auch als Brems-Assistent fungiert und mit maximalem Druck von bis zu 200 bar blitzschnell eine Notbremsung vornehmen kann. Die dafür notwendigen Signale liefern die Raddrehzahlfühler, der Bremslichtschalter sowie zwei Drucksensoren in der Hydraulikeinheit, die bereits für das Electronic Stability Program benötigt werden. Der bisherige Membranweg-Sensor und das Magnetventil im Bremskraftverstärker sind deshalb nicht mehr erforderlich.

Einen Fortschritt haben ebenfalls die Dieselmodelle A160 CDI und A170 CDI gemacht. Der A160 CDI verfügt nun über einen Ladeluftkühler und leistet damit 55kW/75PS und 150Nm Drehmoment, der A170 CDI leistet durch einen neuen Turboladerwerkstoff 70kW/95PS bei gleich bleibenden 180Nm, jedoch statt von 1600 - 3200 U/min nun von 1600 – 3600 U/min, was besonders auf der Autobahn zu spüren ist. Der Verbrauch liegt auf ähnlichem Niveau wie der der Pre-MoPf-Modelle.

Auch im Bereich der Heizung und Lüftung hat Mercedes Verbesserungen vorgenommen. Das Gebläse verfügt nun über fünf statt nur vier Stufen, die Umluftschaltung erfolgt über einen Drucktaster statt einem Schieberegler und statt einem mit Kraftstoff betriebenen Zuheizer bei den Dieselmodellen gibt es nun ein elektrisches Gebläse ähnlich einem Fön, der die Passagiere nach kurzer Zeit mit Warmluft versorgt. Die bereits oben angesprochenen, neuen Luftduschen und der Lüftungsschlitz unter der Frontscheibe verbessern die allgemeine Klimatisierung ebenso wie der variable Kompressor und der leistungsstärkere Verdampfer. Die Taste „Entfeuchten“ entfällt mit der MoPf, denn hier wurde ein Taupunktssensor eingebaut, der automatisch zu hohe Luftfeuchtigkeit erkennt und selbstständig entsprechende Gegenmaßnahmen einleitet.

Ebenfalls wurde neue, aufpreispflichtige Komfort- und Sicherheitsausstattung mit dem Facelift eingeführt. Angefangen vom Regensensor über den automatisch abblendenden Innenspiegel bis hin zur beheizten Wisch-Wasch-Anlage und den Windowbags. Die über ein Meter langen und zwölf Zentimeter breiten Luftpolster spannen sich beim Seitenaufprall wie ein Vorhang von der vorderen bis zur hinteren Dachsäule des Innenraums und bieten einen flächigen Kopfschutz. Die neu eingeführte Langversion sorgt für Platzverhältnisse, wie sie nicht einmal die (zu diesem Zeitpunkt aktuelle) S-Klasse bieten kann. 17cm mehr Außenlänge kommen zu 100% den Fondpassagieren zu Gute, in Kombination mit den Einzelsitzen hinten hat man fürstlich Platz und Sitzkomfort, mehr als in jedem Golf, Astra o.ä. Fahrzeugen. Die neuen Farbtöne Mangrovengrünmetallic, Polarsilbermetallic und Atollblaumetallic wurden ebenfalls zusammen mit dem Facelift eingeführt und waren für alle Modelle erhältlich.

PH (webmaster@elchfans.de)

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