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Julians Anlageneinbau
 
 
Hinweis: Alle gezeigten Arbeiten erfolgen auf eigene Gefahr! Für Fehler und/oder Schäden am Fahrzeug haften weder der Autor noch Elchfans.de!
 
 
Vorwort
Herzlichen Glückwunsch zum Entschluss, den Serien-Tröten im Elch den Garaus zu machen!
Du wirst es nicht bereuen.
Damit das Unternehmen "Sound im Elch" auch von maximalem Erfolg gekrönt ist, ist es sicherlich sinnvoll, von der Erfahrung Anderer zu profitieren und somit unnötige Fehler zu vermeiden. Diese Anleitung ist sicherlich nicht perfekt, aber ich denke die wichtigsten Grundlagen finden Beachtung. Hiermit möchte ich Euch meine Erfahrungen aus diversen Elch-Umbauaktionen zur Verfügung stellen.
Da sich MOPF und Vor-MOPF weitgehend ähneln, kann dieser Bericht für beide Varianten benutzt werden. Generell kann ich natürlich nicht alle Feinheiten und jede einzelne Schraube beschreiben die gelöst werden muss. Es empfiehlt sich in jedem Fall, auf die Hilfe eines erfahrenen Schraubers zurückzugreifen.
 
Gesamtkonzeption
Es ist nicht damit getan, einfach loszuziehen und irgendwas draufloszukaufen. Eine hochwertigere Anlage muss sauber durchgeplant werden. Die Komponenten müssen alle zueinander passen, das "schwächste Glied in der Kette" ist ausschlaggebend für das Gesamtergebnis. Also erst alles genau durchdenken und planen, das "Car HiFi, Multimedia, Navigation & Kommunikation"-Forum hier bei Elchfans ist genau der richtige Ort dafür.

Der Einbau
"Wer einbaut, muss erst ausbauen" - getreu diesem Motto muss der Elch quasi so weit wie möglich auseinander genommen werden. Alles andere hat keinen Sinn, führt zu mangelhaften Ergebnissen und kann im Falle gequetschter Kabel sogar zu Kurzschlüssen mit Brandgefahr führen. Man benötigt also am besten eine große Garage und einen Ersatzwagen für den nächsten Tag (für alle Fälle :-)).
Dieser Anblick ist das erste Ziel der Aktion:
 
 
Wer von diesem Anblick jetzt total schockiert ist und sich das nicht zutraut, sollte sich den Gang zum nächsten Hifi-Händler überlegen oder zumindest erfahrene Helfer aus dem Forum organisieren.
 
Für den Einbau sollte man übrigens auf jeden Fall mal einen ganzen Tag einplanen. Jetzt aber los. Beginnen wir mit dem Innenraum. Ganz wichtig ist es, zu allererst die Batterie abzuklemmen, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
 
Die Sitze sind der Anfang. Glücklich die, die einen ausbaubaren Beifahrersitz in ihrem Elch haben, sie müssen nur einmal den Innentorx bemühen, um den Fahrersitz zu demontieren. Die Sitzaufnahmeschalen sind mit Plastikdübeln befestigt. Diese können anschließend mit einem flachen Schraubendreher herausgehebelt werden.
 
 
Die hinteren äußeren Sitzaufnahmeschalen sind nicht gedübelt. Wenn man sie an den Längsseiten mittig zusammendrückt, kann man sie einfach herausziehen.
 
Weiter zum Mitteltunnel. Die Lüftungsgitter seitlich sind nur geclipst und lassen sich heraushebeln. Dann die Schraube des Cupholders lösen bzw. die Mittelarmlehne abbauen (dran rappeln, ziehen, mit etwas überredungskunst zerfällt die schnell in ihre geclipsten Einzelteile und man kann die Schrauben lösen). Der Schaltknauf muss auch entfernt werden: Ein kräftiger Ruck am unteren Ende des Schaltsacks und man kann ihn nach oben stülpen, das sichtbar gewordene Plastikstück unterhalb des Knaufes drehen und den Knauf abnehmen. Bei Automatikfahrzeugen muss der Knauf nicht abgenommen werden. Hier kann man die Plastikabdeckung, die auch den Aschenbecher beinhaltet, einfach abziehen. Dadurch werden zwei Befestigungsschrauben sichtbar. Diese lösen.
 
Eine schwierige Geburt ist das Entfernen des Handbremsgriffes. Dazu Beifahrerseitig mit einem spitzen Schraubendreher das Plastikdeckelchen entfernen und den Haltesplint zur anderen Seite herausdrücken.
 
 
Nun den Mitteltunnel etwas zurückziehen, dadurch werden links und rechts zwei Schrauben sichtbar – raus damit!
 
 
Nun soweit es geht die Handbremse anziehen und den Mitteltunnel abnehmen (ist ein wenig störrisch). Die Einstiegsleisten kann man danach sehr einfach entclipsen, wenn man im Bereich der Markierungen mit einem flachen Schraubendreher in Pfeilrichtung drückt (nicht abhebeln, nur gerade drücken!).
 
 
Jetzt vorne links und rechts die Seitenverkleidungen im Fußraum lösen, dann sollte dem Entfernen des Teppichs eigentlich nichts mehr im Wege stehen.
 
 
Ist der Elch erstmal "leer", kann mit der Verkabelung begonnen werden. Hierzu ein paar generelle Hinweise:

- Strom und Cinchkabel sind unbedingt getrennt voneinander zu verlegen! Empfehlung: Stromkabel in die Kabelschächte, Cinchkabel direkt mittig nach hinten in die Reserveradmulde oder die Seitenverkleidung führen (je nach Verstärkereinbauort).

- Das Powerkabel sollte ausreichend dimensioniert sein, eine Absicherung (zu wählen nach der Endstufenleistung) max. 15cm nach der Batterie ist (versicherungstechisch) Pflicht! Das Massekabel ist genauso wichtig und muss gleich stark dimensioniert sein. Ein idealer Abgriffspunkt sind Schrauben hinter den Seitenverkleidungen, habe noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt das Massekabel direkt zur Batterie.

- Das Radio am besten gleich an eine separate (abgesicherte) Stromversorgung (Plus und Minus) direkt an der Batterie anschließen. So werden mögliche Störgeräusche („Lichtmaschinenpfeifen“) von vorn herein praktisch ausgeschlossen.
 
Hier ein Verkabelungsvorschlag ;-)
 
 
Nun zu den Türen. Generelles:

- Die Tiefmitteltöner können entweder in die vorhandenen Boxeneinbaurahmen oder in angefertigte Einbauringe gesetzt werden. Von den Einbauringen aus dem Zubehörhandel rate ich ab da diese zu weit hinten sitzen und einen unangenehmen Kammereffekt in der Türverkleidung erzeugen. Meistens sind sie auch viel zu instabil.
 
 
- Die Frequenzweichen sollten nicht in der Tür verstaut werden. Es geht, jedoch ist so eine nachtägliche Pegelabstimmung der Hochtöner ohne großen Aufwand nicht mehr möglich. Zudem müsste man ein Kabel zurückführen, um den hier noch später beschriebenen Hochtönereinbaupunkt zu nutzen. Daher bietet es sich geradezu an, Plätze unter dem Armaturenbrett zu nutzen. Wenn man das etwas mehr Kabel verlegen nicht scheut, sollte man die Frequenzweichen in die Nähe des Verstärkers positionieren. So kann man zudem später einmal recht problemlos auf ein aktives System ( = pro Lautsprecher ein Kanal an der Endstufe) umrüsten. Auch kommt man so wirklich problemlos an die Weichen.

Hier sieht man die Frequenzweiche, die im ausgebauten Handschuhfach liegt. Sie verschwindet hinterher in einer Mulde hinten rechts im Fach. Die andere Weiche legt man, wie man schön sehen kann, durch die öffnung des ausgebauten Haubenöffnungsgriffes ebenfalls unter das Armaturenbrett.
 
 
 
- Hochtöner nur im Notfall in die Spiegeldreiecke, besser unter die Frontscheibe oder am besten in die A-Säule einbauen. Ohne Laufzeitkorrektur ist die Position unter der Scheibe wohl die Beste. Ansonsten sitzen die Hochtöner zu nahe an den Ohren und das Klangbild zerfällt in Hochtöner und Tiefmitteltöner. Dann passt im Klangbild überhaupt nichts mehr zusammen.
 
 
Wer wenig Aufwand betreiben will, sollte sich die Mühe mit den Spiegeldreiecken auf alle Fälle machen. Das Klangbild ist schon um Welten besser als mit den Hochtönerpositionen in den Originalplätzen, die die Knie hervorragend beschallen, die Ohren indes nicht. Daher sollte man auf keinen Fall den Originaleinbauplatz weiter verwenden.

Hier siehst Du wie die Türverkleidung abgenommen wird um die Boxen zu tauschen und um das neue Lautsprecherkabel einzuziehen. Man kann aber auch das Originalkabel in der Seitenverkleidung abfangen und dort mit dem Kabel vom Verstärker eine Verbindung herstellen. Ist aber nicht High-End. Tuts aber auch.
 
 
Die Plastikabdeckungen an den markierten Stellen abhebeln und die darunterliegenden Torx-Schrauben (30) lösen. Eine Demontageanleitung für die ein wenig unterschiedlichen MoPf-Elche (ab 3/2001) findet sich hier.

Die Tür hält nun noch oben in einer Leiste und ist ansonsten nur festgeclipst. Diese Clipse müssen gelöst werden, entweder mit einem geeigneten Kunststoffhebel

 
oder einem beherzten Ruck an der Türtasche. Falls der ein oder andere Clip zerbröselt – keine Panik, sie sind Centartikel und in jeder MB-Werkstatt erhältlich. Hat man erst einmal die Finger unter der Verkleidung, sind die Clipse schnell gelöst und man kann man die Verkleidung nach oben aus der Leiste heben, zur Unterstützung am besten mit einem langen Gegenstand im Bereich des SRS-Schildchens nach oben drücken, siehe Bild.
 
 
Nun noch den Türöffner-Seilzug aushängen, die Boxenkabel abclipsen und die Verkleidung ist gelöst. Auf diesem Bild sieht man den Türöffner-Seilzug. Einfach das umrandete Plastikteil herausziehen und den Metallhaken rechts dem Pfeil gemäß nach unten ziehen.
 
 
Eine etwas nervige Tätigkeit ist das Entfernen der Wasserschutzfolie, diese wird aber eigentlich nicht mehr benötigt und kann daher "grob" entfernt werden. Das sieht, wenn es fertig ist, so aus:
 
 
Auf diesem Bild kann man oben in der Ecke auch den Sidebag erkennen. Von ihm geht keine Gefahr aus, da die Batterie ja abgeklemmt ist (Wenn nicht: Jetzt ist wirklich höchste Zeit dafür!).

Nun wird die Gummitülle der Türtrennstelle gelöst und die fahrzeugseitige Kabelverbindung losgeschraubt. An der markierten Stelle unterhalb des eigentlichen Steckers gibt es ein kleines Loch, wo die neuen Lautsprecherkabel durchpassen. Ab 2,5mm² muss man evtl. ein wenig nachbohren. Wichtig: Am besten nur außerhalb der originalen Steckverbindung arbeiten, um eventuelle Schäden zu vermeiden (vorsichtig sein!).
 

Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Um den Stecker der Türtrennstelle unter dem Faltenbalg ist ein Spalt, durch den man das Kabel führen kann. Unter einer Abdeckung, die sich unter der seitlichen Fußraumverkleidung befindet, kann man das Kabel in den Fahrgastraum führen. Dort befindet sich eine kleine öffnung, durch die es eine Verbindung zur Türtrennstelle gibt.

Ist das neue Lautsprecherkabel in der Tür, muss man diese unbedingt auch noch dämmen. Gut gedämmt ist halb gewonnen, die Dämmung ist SEHR wichtig für den Klang, besonders im etwas klapperanfälligen Elch. Dazu Dämmatten (kann die von MXM empfehlen) mit einem Heißluftföhn erwärmen und in die Tür und über (fast :-)) alle öffnungen kleben. Ziel ist ein „luftdichtes“ Gehäuse für den Lautsprecher sowie die Vermeidung von störenden Resonanzen.

Auch die Türverkleidung muss unbedingt gedämmt werden. Dafür eignen sich die MXM Platten ebenso gut. Sie sollten großflächig aufgetragen werden, dabei aber in keinem Fall die Sollbruch- bzw. Austrittsstelle des Seitenairbags bekleben! Selbstverständlich muss auch die öffnung für die Lautsprecher frei bleiben.

Nun die neuen Lautsprecher einbauen. Sollten die Frequenzweichen in den Türen zu liegen kommen (besser aber nicht), diese gut gepolstert (damit es nicht klappert) in die Mulde der Armauflage der Türverkleidung legen. Hiernach alles wieder zusammenbauen. Solltest Du Deine Hochtöner in die A-Säule oder unter die Windschutzscheibe installieren wollen, musst Du das Kabel dorthin natürlich noch verlegen. Das ist eine sehr sehr sehr enge Angelegenheit und könnte wirklich wehtun, ich hab es jedenfalls noch nicht schmerzfrei geschafft. Unten sieht man, wie man das Kabel bei einem Pre-MoPf Elch auf die Armaturenbrett bekommt. An der Stelle, wo der Schraubendreher unter die Verkleidung sticht, gibt es einen Weg unter das Armaturenbrett. Das Kabel zu den Hochtönern muss auch nicht besonders dick sein (wie im Bild zu sehen).

Die Ausrichtung der Hochtöner (Ohr oder Innenspiegel) sollte unbedingt ausprobiert werden, sobald die Anlage Töne von sich geben kann. Die richtige Ausrichtung kann wirklich deutliche Auswirkungen auf den Klang haben. „Richtig“ bedeutet dabei, dass es DIR gefallen muss! Verschiedene Einstellungen lassen sich wunderbar ausprobieren, wenn man die Hochtöner mit Knetmasse befestigt und dann testet. So lassen sich sehr einfach dennoch fixe Positionen herstellen, mit der man das Beste für sich selbst finden kann.

Eine größeres Hindernis stellt nun noch das Batteriekabel dar. Das kostet Nerven! Da die Batterie ja so praktisch im Beifahrerfußraum versenkt ist, muss das Stromkabel ziemlich mühsam zwischen vorhandenen Kabeln in die Mulde gelegt werden. Es empfiehlt sich für diesen Moment noch eine Portion Geduld mitzubringen. Das Kabel muss hier durch:

Es hilft, die Kabel mit WD40 oder sonstigen ölen glitschig zu machen. Nicht aufgeben, es geht - ich habe 2x35mm² und 2x16mm² da durchgequetscht! Aber es ist wirklich ein Mist hoch zehn. Wer hier eine bessere Lösung hat, möge sie mir bitte mitteilen. Das Spannungsversorgungskabel für den Verstärker aber nicht ungesichert anschließen! Beim Durchscheuern besteht Brand bzw. Explosionsgefahr.

Ist nun auch diese Hürde genommen und sind die Boxen eingebaut und alle Kabel verlegt, ist der Löwenanteil der Arbeit erledigt. Das Radio zu tauschen ist nicht allzu schwer und wird hier nicht besonders erläutert, die original DC-Radios lassen sich mit zwei einfachen Nagelfeilen einfach entfernen, da braucht´s kein Spezialwerkzeug. Die Ablage darunter lässt sich beim W168 durch kräftiges Ziehen entfernen. Beim W169 kann man sie zwar nicht rausnehmen, muss aber auch gar nicht sein, geht ja auch so.

Der Verstärkereinbau ist nun, da alle Kabel ja schon da sind, kein Hexenwerk mehr. Am besten geeignet ist der doppelte Boden. Das geht aber natürlich nur, wenn kein Reserverad dort liegt.

Alternativ empfiehlt sich die Seitenverkleidung des Kofferraums. Kleinere Verstärker passen dahinter, allerdings erreicht man dann nicht mehr die Steller für Pegel und übernahmefrequenz. Größere können auch davor geschraubt werden (am besten mit einem angepassten MDF-Brett dahinter, damit das ganze auch vernünftig stabil ist).

Im Großen und Ganzen sollte nun alles drin sein, was verbaut werden soll bzw. muss... Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge :-).

Keine Sorge, irgendein Schräubchen wird auf jeden Fall übrig bleiben. Aber das wird Euch beim Genuss der neuen Anlage sicher nicht wirklich stören.

VIEL SPASS BEIM EINBAU, hoffentlich waren ein paar hilfreiche Tipps dabei : )
Vielen Dank an Tobias für die Bereitstellung seines Elches und Mr.Bean fürs überarbeiten und Ergänzen!

JULIAN


 


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