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Entdröhnung des Elchs

Kaum eine A-Klasse ist klapperfrei. Die mangelnde Erfahrung von Mercedes im Bereich der (für Mercedes-Verhältnisse) preiswerten Kleinwagen zeigt sich insbesondere bei Pre-MoPf (= vor-Facelift) Modellen. Matthias_20 hat sich die Mühe gemacht, die Hauptursachen von Klappergeräuschen zusammenzustellen und nach Lösungen zu suchen. Die meisten Tips sind auch auf die MoPf-Modelle übertragbar.

  1. Der Gurthalter
  2. Fahrersitz
  3. Heckklappe
  4. Lamellendach
  5. Hintere Sitzbank
  6. Beifahrersitz
  7. Heckrollo

1. Der Gurthalter

Hört man bei engen Kurven, welche man schnell durchfährt, ein Geräusch, als würde man 2 Plastikteile aneinander reiben, so ist das folgendes Plastikteil:

Durch einfaches Drücken rechts und links ist die Kappe demontierbar. Danach sieht man Folgendes:

Die Schraube mit einem 17er Schlüssel lösen und mit Pril o.ä. reinigen (Schraube und Gurthalter). Dann wieder alles in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen (Schraube ganz fest ziehen). Nun sollte dieses Geräusch weg sein.

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2. Fahrersitz

Manchmal hört man während der Fahrt ein Geräusch, das so klingt, als würde man 2 fettige Finger immer wieder zusammendrücken. Kommt das Geräusch aus Ohrhöhe, ist es Zeit, dem Gurthalter zu Leibe zu rücken.

Genau dort reiben zwei Plastikteile aneinander. Man nimmt einen Schraubenzieher und zwängt ein Stück Stoff zwischen diese beiden Plastikteile.

Nun sollte das relativ laute Knarzen weg sein. Falls es vom Inneren des Sitzes kommt, das Plastik auf der Rückseite des Sitzes mit ein bisschen Gewalt wegziehen. Danach kann man die Federn einfetten.

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3. Heckklappe

Ein Grund für ein Scheppern aus dem hinteren Bereich kann die Heckklappe sein, welche mit solchen Clips befestigt ist:

Man nimmt die Heckverkleidung ab (bei der dritten Bremsleuchte einfach ziehen), entfernt alle Clipse und klebt entlang der dritten Bremsleuchte ein starkes doppelseitiges Klebeband. Danach die Heckverkleidung wieder montieren und mit der Heckklappe verschrauben, und zwar mit solchen schwarzen Schrauben (sind weniger auffällig).

An folgenden Punkten sollte man die Heckverkleidung mit der Heckklappe verschrauben:

Danach sollte jegliches Geräusch von der Heckklappe verschwinden.

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4. Lamellendach

Hört man ein metallisches Knacksen vom Dachimmel, so ist das nicht das Lamellendach selber, sondern nur die Befestigungsschrauben, welche das Lamellendach mit dem Dachrahmen verbinden. Zuerst die A-Säule abmontieren (Griff lösen, aus der B-Säule herausziehen und nach innen ziehen) und hinten bei den Türen die Dichtung abziehen und dann die Schrauben mit einem Imbusschlüssel anziehen. Die Schrauben befinden sich an folgenden Stellen unter dem Dachhimmel:


rechts vorne


links vorne


rechts hinten


links hinten

Zieht man diese Schrauben an (und fettet sie ein bisschen ein), hat man Ruhe.

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5. Hintere Sitzbank

Die hintere Sitzbank ist eigentlich das schwierigste Kapitel. Man braucht eine Menge Geduld und viele Probefahrten sind angesagt.
Ein Grund für ein Klappern können die Befestigungsöhsen sein, welche sich links und rechts auf den Seiten der Sitze sich befinden:

Wenn man die hintere Sitzbank ganz nach hinten fährt, reibt diese eventuell an der Wandverkleidung.

Mit einem Stück Stoff, welches zwischen beide Teile geklemmt wird, sollte Ruhe einkehren.
Eine weitere Möglichkeit ist, die Federn unter dem Sitz zu ölen, denn diese Knarzen oft während der Fahrt!

Hilft das nicht, kann man auch die Verankerung der 3. Kopfstütze herunternehmen (befindet sich unter dem hinteren mittleren Sitz). Diese Befestigung muss man allerdings abbrechen, da man sie nicht runterschrauben kann. Das sieht dann am Ende so aus, dass die zwei „Klammern“ übrig bleiben. Diese schiebt man seitlich auseinander, und dann ist ebenfalls Ruhe.

Die letzte Möglichkeit sind dann die Verankerungen. Meistens ist ein Knacksen zu hören – dann sind es mit Sicherheit die Bodenverankerungen.
Folgendes ist zu tun: Bänke ausbauen und die Plastikverkleidungen am Boden runter nehmen. Einfach den Stift rausziehen, dann geht die Verkleidung mit einem Schraubenzieher ab.

Wenn die Verkleidung demontiert ist, das Metall mit Stoff umwickeln:

Die mittlere Plastikverankerung kann man im Boden belassen, aber auch sie sollte mit Stoff umwickelt werden.

Dann nehmen wir die Plastikabdeckungen der Verankerungen auf den Sitzen heraus. Man muss sie rausbrechen, aber das ist egal, denn man sieht die Verankerung sowieso nicht. Also ist das Plastik unwichtig. ACHTUNG: Das Teil ist nachher kaputt und muss ggf. nachgekauft werden – wie gesagt, es ist aber ein unwichtiges Teil und wird sowieso nicht benötigt.

Man sieht zwar nachher, dass die Plastikverdeckungen am Boden fehlen, aber das fällt nicht besonders auf. Vor allem war es mir wichtiger, dass das Auto endlich ruhig ist. Man kann auch den Autoteppich über die Löcher ziehen, dann sieht man nichts mehr.
Wenn man diese ganzen Hinweise beachtet, sollte jede Rückbank ruhiggestellt sein! Es empfiehlt sich jedoch vorher die Rückbank auszubauen und eine Weile herumzufahren, damit man herauszufinden kann, ob es überhaupt die Rückbank ist. Tip: Abwechselnd mit der rechten und der linken Bankhälfte fahren um zu sehen, welche von beiden klappert. Wenn man weiß, woher genau welches Geräusch kommt, ist es viel leichter die eigentliche Ursache zu finden und auch zu beheben.

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6. Beifahrersitz

Es kann vorkommen, dass der Beifahrersitz klappert. Dies liegt daran, dass die Sitze in den Schienen Spiel haben! Einfach bei Conrad Entdröhnungsspray oder Silikonspray kaufen und auf die Schienen sprühen, dann ist Ruhe (Das kann natürlich auch beim Fahrersitz angewendet werden).

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7. Heckrollo

Bei Vor – Mopf – Modellen kann es vorkommen, dass das Rollo in der Verankerung klappert. Ein Stück Stoff schafft hier zuverlässig Abhilfe.

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Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen helfen und wünsche euch viel Erfolg beim Umsetzen. Mein Elch ist nach diesen Tipps absolut ruhiggestellt! Verantwortung übernehme ich aber keine, falls etwas nicht so klappt wie bei mir. Aber ich helfe immer gerne :-)
Mit freundlichen Grüßen Matthias_20



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