W168 Gewährleistung Umlenkrollen/Spanner?

Dieses Thema im Forum "W168 Allgemein" wurde erstellt von schwabenpower, 15.06.2010.

  1. #1 schwabenpower, 15.06.2010
    schwabenpower

    schwabenpower Elchfan

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    Hallo,

    Kurze Frage bzgl. dre Gewährleistung von Händlern:
    A160 im Februar gekauft (10Jahre/63tkm) jetzt, 70tkm, Lagerschaden an Lichtmaschine oder Umlenkrollen vom Keilriemen.
    Händler sagt:"nix Gewährleistung, Verschelißteil"
    Weiß jemand, was genau unter ide Gewährleistung fällt und was als Verschleißteil zählt. Der Händler meinte Lager und Simmeringe etc. wären Verschleißteile.

    Grüße
    Jens
     
  2. AdMan

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  3. ramski

    ramski Elchfan

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    bei mir wurde das drucklager der kupplung,die stabigummis und auch ein schlauch der den elch zum notlaufprogrtamm gebracht hatte in gewährleistung bezahlt
     
  4. #3 Hayaman, 15.06.2010
    Hayaman

    Hayaman Elchfan

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    Die Gewährleistung / Mängelhaftung wird nach deutschem Recht für zwei Jahre gewährt.
    Beim Kauf von Verbrauchsgütern (=beweglichen Sachen) geht das Gesetz (§476 BGB) grundsätzlich davon aus, dass ein Mangel, der sich innerhalb von 6 Monaten zeigt, bereits beim Kauf vorhanden gewesen sein dürfte (Beweislastumkehr), es sei denn, das Gegenteil wäre offensichtlich.


    Lager und Simmeringe sind keine Verschleißteile.

    Also noch mal mit dem reden.
     
  5. #4 Mr. Bean, 15.06.2010
    Mr. Bean

    Mr. Bean HiFi-Mod
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  6. #5 westberliner, 15.06.2010
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    Ich denke mit Garantie wärst du besser dran.

    Weil du Gewährleistung hast, so müsste der Schaden (also das kaputte Lager) in dem Moment wo du das Auto entgegengenommen hast, schon bestanden haben.

    Da das nicht der Fall war, hast du meines Erachtens die Arschkarte!


    Die Gewährleistung ist nämlich so ein Ding...da hatte ich auch meine Probleme.

    Die Rollen kann man mit bisschen Aufwand relativ günstig tauschen - habe ich auch gemacht und eine Anleitung erstellt.

    Meine Lichtmaschine hat nun dieses Jahr den Geist aufgegeben, konnte aber eine neue für 100€ schießen ;D

    Versuch doch mal ein Geräusch hochzuladen...
     
  7. #6 Mr. Bean, 15.06.2010
    Mr. Bean

    Mr. Bean HiFi-Mod
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    'ne Garantie wäre fein: Hier garantiert der Händler für den Wagen einwandfreie Funktion bis zu einem bestimmten Datum.


    Innerhalb des ersten halben Jahres, muß er dir beweisen, das du die Teile zerstört hast. Nach einem halben Jahr mußt du beweisen, das die Teile schon bei der Übergabe einen Schaden hatten.
     
  8. #7 westberliner, 15.06.2010
    westberliner

    westberliner Elchfan

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    Ich hatte das Problem mit meinem Autoradio, nachdem der USB und Kartenslot kaputtging und der Lautstärkeregler gesponnen hat.

    War beim Anwalt und das ging soweit darauf hinaus, das ich mir für paar Tausend Euro einen Gutachter holen sollte - mir wars ehrlich gesagt zu doof.

    Wie soll er beweisen, das alles ok war?

    Höchstens er regelt das direkt per Anwalt und nicht selber und dort werden Zeugenaussagen mit Unterschrift beigefügt.

    Ich kaufe nie mehr was mit Gewährleistung.
     
  9. Jupp

    Jupp Elchfan

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    In so gut wie allen Gebrauchtwagengarantien sind diese Geschichten ausgeschlossen.

    Und wie ein Urteil ausgehen würde, wäre sicher ungewiss, denn Verschleißteile sind nunmal kein Gewährleistungsfall und ob das Verschleißteile sind, darüber kann man nun wirklich geteilter Meinung sein.

    gruss
     
  10. #9 General, 16.06.2010
    General

    General Guest

    Richtig, auch bei der originalen Mercedes Anschlussgarantie ist der Spannarm nicht mit drin, warum wohl ;D
    Nur mal als Beispiel, Antriebswellen sind da auch ausgeschlossen, bei der Ford A1 Garantie sind diese allerdings enthalten, also es gibt schon Unterschiede :-/

    Gibt allerdings auch die krummen Händlermaschen wie bei nem Freund von mir mit seinem Baleno (oder wie die Karre heißt).
    Auto gekauft für glaube 1500 EUR bei nem freien Händler.
    Nach 1 Monat Getriebe futsch, er hin der Händler ihm einen vom Pferd erzählt von wegen könnte er nicht komplett bezahlen,
    so ein Schaden wäre bei 1500 EUR nicht einkalkuliert blablabla er solle zuzahlen 60%....
    Als Trostpflaster hat er ihm dann noch nen gebrauchtes Getriebe angedreht
    womit das wohl noch mal günstiger wurde und er hats gemacht... naja so geht das heute dem hätte ich was erzählt *mecker*
     
  11. cooper

    cooper Elchfan

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    Hier werden mal wieder die Begriffe Garantie und Gewährleistung durcheinander geschmissen.

    In diesem Fall, bei den defekten Lagern und dem Riemen, greift die gesetzliche Gewährleistung, die sich bei Gebrauchtwagen nur in der Laufzeit, jedoch keinesfalls im Umfang beschränken lässt.

    In §476 BGB schreibt der Gesetzgeber eindeutig und unmissverständlich, dass davon auszugehen ist, dass ein in den ersten sechs Monaten auftretender der Mangel generell bereits beim Kauf vorlag und damit alleinig im Verantwortungsbereich des Händlers liegt.

    Es spielt dabei überhaupt rein gar keine Rolle, ob es sich um ein Verschleißteil handelt oder nicht! Hat der Händler den Mangel nicht im Kaufvertrag nicht explizit dargelegt, kann der Käufer von einem "altersgemäßen Zustand" der Ware ausgehen -- und dazu gehören weder komplett abgefahrene Bremsbeläge (denn diese werden turnusmäßig erneuert) noch schadhafte Umlenkrollen bzw. Riemen.

    Der Händler kann gerne behaupten, man hätte den Schaden selbst verursacht -- dann ist aber er in der Beweispflicht und muss die Gutachter bestellen oder was auch immer unternehmen. In der Praxis ist es ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man nicht ausgerechnet Spuren einer gewaltsamen Beschädigung findet.

    Warum im Fall des Autoradios der Rechtsanwalt abgewunken hat, ist mir absolut schleierhaft, denn in den ersten 6 Monaten muss man dem Käufer nachweisen, dass er den Defekt verursacht hat -- man hat also keinerlei Gutachter-Risiko o.ä.

    Viele Grüße, Mirko
     
  12. #11 General, 16.06.2010
    General

    General Guest

    Heißt man fährt mit einem Gebrauchtwagen in den ersten 6 Monaten zig tausend Kilometer, die Bremsbelagsverschleißanzeige geht an man fährt zum Händler und sagt "der Mangel bestand schon vorher" *kratz*
    Also irgendwas leuchtet mir da nicht ein, aber wenns Gesetz ist, nur wirds vor Gericht dann im Einzelfall wohl anders gewertet?! *rolleyes*
     
  13. Jupp

    Jupp Elchfan

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    Verschleißteile, die aufgrund des typischen Verschleißes verschlissen sind, sind kein Mangel und deshalb auch kein Gewährleistungsfall.
    Die Frage ist eben immer ob das was defekt ist, ein Verschleißteil ist oder nicht.
    Das ist irgendwo immer Einzelfallabhängig.

    Beim Radio sehe ich das auch so, dass das kein Verschleißteil darstellt. Lager hingegen sind das schon, nur die Frage ist wann diese typischer aufgrund typischen Verschleiß zeigen und wann es noch ein Einzelfehler ist, sprich ein Mangel.
    Da wird man auch bei 100 Gutachtern, 100 verschiedene Meinungen bekommen.

    gruss
     
  14. #13 westberliner, 16.06.2010
    westberliner

    westberliner Elchfan

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    Ich bin mir nur nicht sicher obs beim Radio vor oder nach den 6 Monaten war.

    Vielleicht kennt von euch ja einer den etc-shop ...
     
  15. cooper

    cooper Elchfan

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    Rein theoretisch ja -- und der Händler müsste den Nachweis führen, dass der Mangel erst nach der Übergabe auftrat. Was ihm angesichts der zig tausend Kilometer, die er über den Tachostand nachweisen kann, auch nicht weiter schwer fällt, d.h. du bleibst drauf sitzen.

    Grundsätzlich darfst du als Käufer von einem alters- und gebrauchsgemäßem Zustand der Ware ausgehen, wenn es keine offensichtliche Anzeichen für einen unsachgemäßen oder ungewöhnlich hohen Gebrauch gibt. Also musst du bei einem Auto, das du mit sagen wir mal 15tkm kaufst, nicht davon ausgehen, dass du die Bremsen nach 2000km wechseln lassen musst -- und der Händler wird es auch schwer haben, dir nachzuweisen, dass du die Bremsbeläge in der Zeit derart ruiniert hast.

    Auf der anderen Seite darf man sich bei nem Auto mit 150tkm nicht beschweren, wenn nach 3 Monaten die Kupplung hinüber ist.

    Das Gesetz sagt nichts über Verschleißteile, sondern spricht generell von Mängeln -- somit ist es egal, woher der Mangel rührt, entscheidend ist nur, dass er besteht.

    Und als Händler gibt's eine ganz einfache Möglichkeit, sich vor solchen Mängelrügen zu schützen: Indem man die vorhandenen Mängel einfach im Kaufvertrag auflistet, von den Bremsklötzen angefangen über die Profiltiefe bis hin zu Geräuschen im Getriebe o.ä. Natürlich macht das kaum jemand, weil der Kunde sonst nämlich viel härter feilschen würde...

    Viele Grüße, Mirko
     
  16. AdMan

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  17. #15 benedikt, 06.03.2012
    benedikt

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    Liebe Elchfans,

    das Thema ist zwar schon sehr alt, ich will es aber dennoch wieder ausgraben, weil ich ein sehr ähnliches Problem habe. Hier steht der Hinweis, dass Fragen zu Gewährleistung Auslegungssache sind, daher bitte ich euch um eure Einschätzung.

    Mitte Dezember habe ich eine A-Klasse mit ca. 130tkm gekauft, die durch Scheckheftpflege bei Mercedes und Zusatzgarantie positiv aufgefallen war. Knapp zwei Monate später ist der Schwingungsdämpfer an der Kurbelwelle und mit ihm der Keil, der ihn hält, abgerissen. Der Händler sagt, dass es sich hierbei um ein Verschleißteil handelt, dass weder von der Zusatzgarantie noch von der Gewährleistungspflicht abgedeckt würde.

    Stimmt das so?
     
  18. Jupp

    Jupp Elchfan

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    Ich würde es nicht als normal ansehen, dass ein solches Teil in dem Alter/nach den Kilometern kaputt geht. In so fern ist es ein Mangel und kein Verschleißteil.

    Die Frage ist nur immer, was machen wenn der Händler nicht will? Da bleibt dann nur der Weg zum Anwalt.

    gruss
     
    benedikt gefällt das.
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