Lenkwinkel links/rechts 100% identisch?

Diskutiere Lenkwinkel links/rechts 100% identisch? im W169 Allgemein Forum im Bereich A-Klasse W169 Forum; Hallo zusammen, einige Jahre hab ich nun schon ein Problem mit dem Geradeauslauf des Fahrzeugs. Vermutlich seit eine gute Werkstatt den Motor...

  1. #1 Passauf02, 31.07.2016
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    Hallo zusammen,
    einige Jahre hab ich nun schon ein Problem mit dem Geradeauslauf des Fahrzeugs. Vermutlich seit eine gute Werkstatt den Motor ausgebaut hatte und dafür die Lenkspindel am Kardangelenk abtrennen musste. Ich kann jedoch nicht 100%ig das Problem der Werkstattarbeit zuordnen.
    Laut Werkstattprotokoll ist die Spur usw richtig eingestellt.
    Trotzdem habe ich den Effekt, dass die Lenkung nach rechts etwas leichtgängiger zieht als nach links. Mit dem Effekt, dass beim Loslassen des Lenkrades das Fahrzeug rechts rüber zieht.
    Jetzt habe ich noch eine Idee: könnte die Lenkspindel evtl falsch wieder zusammengesteckt worden sein?
    Hat das ganze Mikroverzahnung oder nur Vierkant?
    Wenn ich die Lenkung voll nach links und rechts einschlage, dann habe ich in beiden Richtungenca 1.5 Umdrehungen, jedoch in der einen Richtung etwa 15° mehr.
    Ich vermute, dass man die Lenkspindel falsch aufgesteckt hat und dann an den Spurstangen die Spur wieder nachgestellt hat.
    Könnt Ihr bestätigen, dass das Lenkrad sich 100% gleichweit in beide Richtungen drehen lassen müsste?
    Ich meine vor einigen Tagen dazu gerade flüchtig hier was gelesen zu haben, was ich leider nicht wiederfinde.
     
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  3. rei97

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    Die Asymmetrie kann schon von einem Montagefehler kommen, müsste aber im Messprotokoll erkennbar sein.
    Wenn Du es hast, stelle hier mal ein. Interessant sind dabei die maximalen Radeinschlagwinkel.
    Diese Geschichte hat jedoch nichts mit dem Effekt Ablaufen bzw. Ziehen zu tun.
    Dabei unterscheidet man das physikalische Ablaufen auf geneigter Fahrbahn, das jedes Auto mehr oder minder hat, vom Ziehen auf ebener Fahrbahn.
    Dieses Ziehen wird fast immer von den Reifen verursacht. Seltener kommt das von stark abweichendem Nachlauf re/li. Das sähe man auch im Messprotokoll.
    Bei den Reifeneffekten unterscheidet man zwischen Konusfehlern und Plysteer. Den Konusfehler erkennt man durch tauschen der Räder re/li. Zur Ermittlung geht das auch mit laufrichtungsgebundenen Reifen, kann dann aber nicht bleiben. In diesem Fall muss der Reifen entlüftet ins Tiefbett gedrückt und danach mit viel Flutschi neu montiert werden. Meist verschwindet der Konus dadurch. Es kann aber auch im Falle 2. Wahlreifen auch der Konus im Reifen sein. Dann wird man mit diesem Fehler bis zum Verschleiß leben müssen. Plysteer ist bei allen Fabrikaten durch die Anordnung der Matten in der Lauffläche ein laufrichtungsunabhängiges Moment nach links. Dies hilft beim physikalischen Ablaufen nach rechts dies ein wenig zu kaschieren.
    Regards
    Rei97
     
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  4. #3 Passauf02, 01.08.2016
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    Ich dank Dir für die Einschätzung. Du scheinst da vom Fach zu sein. Ein anderer Beitrag von Dir hat mich ermuntert, hier noch mal nach Rat zu fragen.
    Was für eine Teilung hat denn die Verzahnung am Kreuzgelenk? Die vom Lenkrad kenne ich. Da war nach meiner letzten Arbeit am Lenkstockschalter keiner dran. Da steht noch Körnung auf Körnung.
    Zum Thema "nach rechts ziehen" habe ich die Fahrbahnneigung als Ursache ausschließen können. Außerdem zeigen sowohl der Sommer- wie auch der Winterreifensatz den Effekt. Und das auch wenn ich die Reifen von der Vorderachse auf die Hinterachse wechsle. Sollten beide Reifensätze diesen Konusfehler-Effekt haben?
    Aktuell steht jetzt ein Sommerreifenneukauf an, da kann ich ja noch mal schauen. Vorraussichtlich werde ich allerdings mit den alten noch bis Oktober fahren und dann sind Winterschuhe befohlen...:rolleyes:
    Im neuen Jahr gibts dann neue Schuhe und auch noch mal eine Vermessung.
     
  5. #4 Schrott-Gott, 02.08.2016
  6. #5 Passauf02, 03.08.2016
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    Die Links hatte ich mir schon im Post "Sufu" durchgelesen. Trotzdem noch mal Danke.
    Daher ja meine Frage nach dem evtl aus dem Montagefehler resultierenden Spurdifferenzwinkel.
    Mir gehts darum, wie viel Asymetrie bringt jetzt ein falsches Zusammenbauen am Kardangelenk? Welche Verzahnung ist dort? Vierkant? Oder Vielzahn?
     
  7. #6 Schrott-Gott, 03.08.2016
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    Hm ...

    diese Frage kann ich nicht beantworten.

    Ich habe im Achsvermessungslehrgang vor Urzeiten mal gelernt, dass man vor jeglichen Mess- und Einstellungen das Lenkgetriebe händisch auf Mittelstellung überprüft/dreht, indem man zwischen rechtem und linkem Anschlag mittelt.
    Da wir ans sehr leichtgängigen und ausgenudelten Achsen geübt haben, war es natürlich sehr leicht und einfach, da etwas ein zu stellen.

    In der Praxis war man da schon mal mit Schweißbrenner und größer Rohrzange am Würgen ...
    (wurde dann mit Schwarzmatt-Spray kaschiert)

    Tatsächlich wird ja auch das Lenkgetriebe in seinem Ausschlag durch Anschläge am Achsschenkel etc. begrenzt, so dass die Mittelstellung des Lenkgetriebes gar nicht immer so einfach zu ermitteln ist ... !

    Wir haben dann oft erst mal die Spurstangen beidseitig vom Lenkgetriebe gelöst
    (Man wußte ja auch nicht, was die vorherige Gruppe verbockt hatte oder welchen Scherz, die sich erlaubt hatten ... !!!)
    Dann Getriebe auf Rechtsanschlag und Linksanschlag und Umdrehungen zählen!
    Vom Anschlag wieder die halbe Anzahl Umdrehungen zurück und man hat die Mittelstellung des Getriebes.

    Nun die Lenkradstellung überprüfen.
    Im Idealfall stimmt die.
    (Ein paar Grad sind egal, da Schätzfehler natürlich möglich sind bei der Dreherei).

    Stimmt es grob nicht, und es ist keine Markierung am Lenkrad, wird es versetzt, bis es stimmt.

    Ist eine Markierung (Körner)Punkt am Lenkrad und stimmt diese mit dem Gegenpunkt überein, dann sind solche Fehler möglich, wie Du sie beschreibst (Lenkspindel versetzt zusammen gebaut, etc.)

    Über die Verzahnung am Elch weiß ich nichts. Die habe ich noch nie zerlegt.
    Grundsätzlich kenne ich aber Verzahnungen, welche sich nur in einer Stellung (ohne Gewalt) zusammen setzen lassen, weil bspw. an einer Stelle mehrere "Zähne" fehlen und diese nur in den entsprechend geformten Gegenpart passt.

    Prinzipiell scheint es mir, als ob es egal wäre, wenn das Kreuzgelenk um bspw. 90° Grad verdreht eingebaut wurde, wenn danach wieder von Grundstellung ausgehend eingestellt wurde.

    Und eben an dieser Grundstellungseinstellung hakt es meistens ... da manche Spurstangen eben sehr festgerostet sind und es richtig heftige Arbeit ist, die zu verstellen oder gar gängig zu machen.

    Oft hilft sogar nur Abflexen und neu.

    Und dann auch noch zwei Mal !!!
     
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  9. #7 Passauf02, 03.08.2016
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    Ich hab eben noch mal geschaut. Die untere Seite des Kreuzgelenks scheint nur eine Stellung zu haben, wo es passt. Dann sieht man aber auf der oberen Seite Richtung Lenkrad eine lange Stange mit Verzahnung, die am Kreuzgelenk nicht trennbar ist, aber oben verschiebbar in eine Führung geht, in der man einen Zahn versetzt einschieben kann. Die Verzahnung könnte zu dem Fehlwinkel kommen.
    Bist Du dir sicher, dass die Achsschenkel am W169 einen Anschlag haben? Ich meine, das Lenkgetriebe selbst hat die Anschläge. Fühlt sich jedenfalls so an.
     
  10. #8 Schrott-Gott, 03.08.2016
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    Nein, absolut nicht ! Aber ... das solltest Du heraus finden können, wo die Begrenzung ist.
    Einer dreht am Lenkrad, der andere guckt von unten. Am besten vorne aufgebockt (Sichern !!)
     
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