W168 Schock-mein Wagen ist fast komplett nachlackiert!

Diskutiere Schock-mein Wagen ist fast komplett nachlackiert! im W168 Allgemein Forum im Bereich A-Klasse W168 Forum; Meine A-Klasse ist erst seit einem Monat bei uns. Der Wagen wurde bei einem Gebrauchtwagenhändler als unfallfrei gekauft. Mir wurde auch...

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  1. Kosmo

    Kosmo Elchfan

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    Meine A-Klasse ist erst seit einem Monat bei uns. Der Wagen wurde bei einem Gebrauchtwagenhändler als unfallfrei gekauft. Mir wurde auch zugesichert, dass nichts nachlackiert wäre. Leider steht im Kaufvertrag nur Unfallschäden sind nicht bekannt oder so ähnlich. Aber dass nicht nachlackiert wurde, wurde mir mündlich zugesichert.
    Jetzt wurde in einer Mercedes Benz Niederlassung die Lacktiefe nachgemessen. Es stellte sich heraus, dass fast alles außer 2 Türen und der Heckklappe (die konnte nicht vermessen werden, da nicht aus Metall) nachlackiert ist.
    Der Gebrauchtwagenhändler (den habe ich danach angerufen) will davon natürlich nichts wissen und bestreitet auch gesagt zu haben, dass der Lack noch original ist. Er sagt aber, dass der Wagen unfallfrei ist. Ihm kann ich jetzt sowieso nichts mehr glauben.
    Vorne fehlte beim Fahrzeug auch die Abdeckung für einen Nebelscheinwerfer.
    Was kann ich jetzt tun? Kann man bei einem KFZ-Sachverständiger nachweisen, dass der Wagen einen Unfall hatte? Würde nämlich am liebsten den Wagen zurückgeben und das Geld wiederbekommen.
     
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  3. #2 Mr. Bean, 12.03.2008
    Mr. Bean

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    Laut neustem Gerichtsurteil haftet der Händler/Verkäufer für einen Wagen, wenn er dir Schadensfreiheit zugesagt hat. Nur Bagatellschäden wie Lackkratzer muß er nicht angeben. Alle anderen Schäden bedeutet ein Unfallwagen verkauft zu haben!

    In deinem Fall hat er ja sogar mit Vorsatz gehandelt. Da hilft auch die Aussage nicht, das er davon nichts gewußt hat. Er ist Händler und haftet für seine Ware. Zur Not muß er den Wagen zerlegen um das herauszufinden. Verkäuferrisiko!

    Du hast das volle Rüchgaberecht.
     
  4. #3 A200 Coupé, 12.03.2008
    A200 Coupé

    A200 Coupé Elchfan

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    Wenn der Wagen nahezu komplett nachlackiert wurde, dann gab es dafür auch einen gewichtigen Grund. Ich würde in diesem Fall einen Bekannten oder wie einfach mal für ein wenig Kohle irgendwie bei MB/DEKRA etc jemand drunter schauen lassen der schonmal ein Indiz geben kann ob was repariert gepachtelt etc wurde.

    Wenn die fast komplett Nachlackierung auf einen Unfall zurückzuführen ist, wovon man ausgehen sollte dann sieht man das auch.
    Auf jeden Fall rate ich zu einem Gutachter.

    Im Grunde kannst du von folgendem ausgehen:

    Das Vorliegen eines Mangels an einem Gebrauchtwagen muss uneingeschränkt der Käufer beweisen. Liegt ein Verbrauchsgüterkauf (also von Unternehmer an Verbraucher) vor, hilft das Gesetz dem Käufer allerdings mit einer Beweiserleichterung: Sofern ein Sachmangel innerhalb von sechs Monaten seit Übergabe der Sache auftritt, wird gesetzlich vermutet, dass er von Anfang an bestand. Dem Unternehmer obliegt dann der Gegenbeweis (§ 476 BGB).

    Weiterhin gibt es Urteile die die Untersuchungspflicht hinsichtlich Unfallschäden betreffen. Ein Gebrauchtwagenhändler muss einen Gebrauchtwagen vor Weiterverkauf auf etwaige Unfallschäden hin untersuchen. Das LG München hält sogar eine Messung der Lackschichtendicke für zumutbar, um Nachlackierungen von Fahrzeugteilen feststellen zu können. Unterlässt der Händler eine eingehende Fahrzeuguntersuchung und verkauft er den Wagen ohne Hinweis auf einen nicht unerheblichen Unfallschaden, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten.

    Andererseits gibt es auch Urteile die sagen, dass eine Nachlackierung alleine noch keinen Mangel darstellt, wenn der Wagen durch die Lackarbeiten weder wirtschaftlich noch technisch und auch nicht optisch beeinträchtigt ist.

    Aber die letzten Urteile würde ich jetzt nicht zu wichtig nehmen. Bei einer fast komplett Lackierung wird schon eher was dahinter stecken.
    Und selbst wenn ein Unfall nicht vorlag, könntest du mit richtiger Begründung wahrscheinlich vom Kaufvertrag zurücktreten. Von wegen Aufklärungspflicht unterlassen, verkehrswesentliche Eigenschaft etc.

    Hoffe ein wenig geholfen zu haben. Ich würde falls eine Rechtsschutzversicherung vorliegt, direkt mal einen Anwalt einen Brief schreiben lassen.

    Kannst mal durchgeben was rausgekommen ist.

    Gruß Andreas
     
  5. #4 Mr. Bean, 12.03.2008
    Mr. Bean

    Mr. Bean HiFi-Mod
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    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=ratg&itemid=10289&detailid=424112

    Urteil: Gebrauchtwagenkäufer kann Unfallauto zurückgeben

    Karlsruhe (dpa) - Verkäufer von Gebrauchtwagen haften grundsätzlich auch für die Qualität von Unfallautos. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch (12. März) bekräftigt.

    Nach dem Urteil gilt ein Unfallwagen auch dann als mangelhaft, wenn er nur einen Blechschaden davongetragen hat. Damit kann der Käufer, dem der Unfall verschwiegen worden ist, den Kauf rückgängig machen, selbst wenn der Schaden fachgerecht repariert worden ist. Nur bei ganz geringfügigen Bagatellschäden ist eine Rückgabe ausgeschlossen. Ein Verweis des Händlers auf Angaben des Vorbesitzers, der Wagen sei unfallfrei, hat dem Karlsruher Gericht zufolge keine rechtliche Bedeutung. (Az: VIII ZR 253/05 vom 12. März 2008 )

    Damit gab der BGH einem Autokäufer Recht, dessen drei Jahre alter und 25 000 Euro teurer Gebrauchtwagen wegen eines Unfalls an der Heckklappe eingebeult war - was er aber erst beim Weiterverkauf bemerkte. Im Vertragsformular hatte der Händler die Rubrik «Unfallschäden lt. Vorbesitzer» mit «Nein» ausgefüllt. Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hatte seine Klage auf Rückabwicklung des Geschäfts abgewiesen.

    Deutlicher als in früheren Urteilen stellte das Gericht klar, dass selbst kleinere Schäden ohne weitergehende Folgen das Auto zum - mangelhaften - «Unfallwagen» machen. Weil ein solcher Mangel nicht behoben werden kann, darf der Käufer vom Vertrag zurücktreten, ohne den Händler zur Nachbesserung aufzufordern.

    Dennoch verwies der BGH den Fall an das OLG zurück, das nun prüfen muss, ob der Schaden unerheblich und ein Rücktritt in dem konkreten Fall doch ausgeschlossen ist. Ein Sachverständiger hatte im Vorprozess den Minderwert auf lediglich 100 Euro beziffert, während der Käufer seine Einbuße auf 3000 Euro veranschlagte.

    Nach den Worten des BGH hat der Händler mit dem Hinweis auf die Angaben des früheren Eigentümers weder die Unfallfreiheit zugesichert noch auf einen möglichen Schaden hingewiesen. Der Passus lasse die Frage nach dem Unfall schlicht offen. Die umstrittene Frage, ob sich ein Händler gegenüber einem Verbraucher von einer Haftung für mögliche Unfallschäden freizeichnen könne, müsse daher im konkreten Fall nicht entschieden werden.
    Bundesgerichtshof: www.bundesgerichtshof.de



    http://www.all-in.de/service/geld_recht/geld_recht/art202,310207

    http://www.welt.de/motor/article1274247/BGH_verbessert_Garantie_fuer_Gebrauchtwagenkaeufer.html

    http://www.focus.de/finanzen/recht/gebrauchtwagenkauf_aid_136195.html


    usw ...
     
  6. #5 Reinhard69, 12.03.2008
    Reinhard69

    Reinhard69 Elchfan

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    ...dachte die vorderen Kotflügel wären auch aus Plastik. Da sollte man doch mit dem Lackdichtemessgerät auch nicht viel weiter kommen, oder?

    Bei meinem Elch habe ich die Motorhaube komplett neu lackieren lassen (habe ich unter anderem mit herausgehandelt) da mir die Steinschläge nicht gefielen.
    Ist aber in meinen Augen kein Mangel.

    Irgendwas wird aber mit Sicherheit gewesen sein, einfach mal den Vorbesitzer ausfindig machen und anrufen...
     
  7. #6 Mr. Bean, 12.03.2008
    Mr. Bean

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    Beim W168 sind sie das auch!
     
  8. cooper

    cooper Elchfan

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    Nun mal langsam mit den jungen Pferden.

    Die Motorhaube ist bei vielen Elchen wegen der üblichen Steinschlag-Kraterlandschaft lackiert. War bei mir auch so, das macht den Elch aber noch nicht zum Unfallfahrzeug.

    Sollten im Rahmen der Rostbeseitigung die Türen getauscht worden und die neuen von Hand lackiert worden sein, hätte der Wagen noch immer keinen Unfall gehabt, es müsste aber (wegen dem Umfang der Arbeiten) unaufgefordert darauf hingewiesen werden.

    Wenn du Rechtschutz hast, geh zum Anwalt und lass ihn alles weitere klären. Falls nicht, solltest du dir überlegen, ob es dir das Risiko einer Klage wert ist.

    Bei der Gelegenheit gleich ein Hinweis an die Rost-Kur-Elch-Besitzer: Auch das ist eine sehr umfangreiche Reparatur, die den Wagen auf dem Papier zum Unfallwagen macht. Also beim Verkauf unbedingt auf die vorgenommenen Rost-Instandsetzungen hinweisen, sonst bewegt man sich auf ziemlich unsicherem Grund.

    Viele Grüße, Mirko
     
  9. #8 xThw880x, 12.03.2008
    xThw880x

    xThw880x Elchfan

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    Hallo

    Gründe die gegen einen Unfall sprechen:
    außer der Motorhaube, dem Dach, Säulen und den Türen ist beim A168 alles Kunststoff und kann nicht gemessen werden.
    Die Motorhaube kann wegen den typischen Steinschlägen mal lackiert worden sein, die beiden Türen können durch Rostgarantie nachlackiert worden sein.
    Wurden nur die äußeren Teile gemessen oder auch die Bereiche (Schweller, Radläufe hinten) hinter den Türen? Dort liegen Indizien für einen Unfall.

    Zeichen für einen Unfall:
    Schau mal auf der Seite wo die Türen (angeblich) nachlackiert sind, ob der Steinschlagschutzaufkleber vorhanden ist oder ob er sehr neu aussieht. Das ist ein sicheres Indiz für einen Seitenschaden.
    Was ist dein Elch denn für ein Baujahr und kannst du Fotos einstellen? Ein Mopfelch mit VorMopf-Schürzen oder umgekehrt wären auch ein Zeichen, genau wie die Heckklappe, wenn die gewechselt werden musste, wurden auch bei VorMopf-Elchen Mopfteile verbaut.
     
  10. ulfu

    ulfu Elchfan

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    Als ich meinen Elch gekauft habe, war 18 Monate alt, stand in den Unterlagen unfallfrei, aber neu lackiert.
    Ich hab ihn bei DB gekauft. Da hat man mir gesagt, die Lackierung war wegen mehrerer mutwilliger Kratzer auf Motorhaube und Türen notwendig.
    Ich war dann mit dem Auto bei der DEKRA. Die konnten keinerlei Hinweise auf einen Unfall finden.

    A b e r: es stand in den Unterlagen drin, das er neu lackiert war. Und das finde ich fair.

    Ulfu
     
  11. Kosmo

    Kosmo Elchfan

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    Vielen Dank für schnelle und zahlreiche Antworten.

    Also ich war heute bei Mercedes Benz wegen der Antragstellung (Kulanz) auf die Rostbeseitigung. Ich hatte einen Rostansatz am hinteren Kortflügel. Daraufhin hatte der Meister die Lacktiefe des Kortflügels untersucht und gemeint, dass hier nachlackiert wäre und deswegen die Kulanz nicht greifen kann. Dann habe ich ihn gebeten den Rest des Fahrzeugs auf Lacktiefe zu untersuchen. Heckklappe ist aus Plastik, vordere Kortflügel und die Stoßstangen auch, die kann man nicht vermessen.
    Vom Rest des Fahrzeugs (Dach nicht vermessen) ist alles außer den 2 Türen (an einer Seite) schon mal nachlackiert worden.
    Dann wurde der Wagen auf die Bühne gestellt und der Unterboden auf Rost untersucht. Dabei hatte der Meister nichts von irgendwelchen sichtbaren Schäden, die auf einen Unfall hindeuten gesagt. Habe ich allerdings auch nicht direkt nachgefragt (stand ein wenig unter Schock). Auf jeden Fall wird der Unterboden auf Kulanz vom Rost befreit und versiegelt.

    Jetzt habe ich zu einem KFZ-Gutachter Kontakt aufgenommen, er will fürs Gutachten 300 Euro haben. Er meinte, wenn der Wagen einen Unfall gehabt haben soll, bekomme ich den Kaufpreis zurück und die Gutachterkosten, soll der Händler dann auch zahlen. Eine Rechtsschutzversicherung habe ich leider nicht.

    Würdet Ihr an meiner Stelle einen Gutachten für 300 Euro erstellen lassen? Es kann ja auch rauskommen, dass nur Kratzer und ähnliches nachlackiert wurden und der Wagen ansonsten keinen "richtigen" Unfall hatte.
    Was meint Ihr, soll ich es tun? Wie ist dann die genaue Vorgehensweise?
    Soll ich dann auch zum Anwalt?
    Vielen Dank für eure Mühe bei den Antworten!

    P.S. die A-Klasse ist EZ 08/2001 aber Baujahr 08/2000, also noch Vormopf. Mopfteile habe ich am Fahrzeug keine entdeckt, auch die Heckklappe ist noch mit dem Vormopf Schloss und Schutzleisten hat der Wagen keine.
     
  12. lexes

    lexes Elchfan

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    hi,
    finde 300 Euro schon ziemlich teuer, dachte das es bei der dekra ein gutachten für 50 euro gibt. aber, bin mir nicht sicher.


    mfg lexes
     
  13. #12 A200 Coupé, 12.03.2008
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    A200 Coupé Elchfan

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    Also 300 Euro sind dann schon ein Preis für ein professionelles Gutachten. Ich würde an deiner Stelle versuchen irgendwie billiger (für nen 50 oder so) von einem in der freien Werkstatt oder so dranzukommen.
    Die sollen den Wagen halt mal gezielt auf Unfallreparaturen durchsehen.
    Mal davon abgesehen wenn die Sachen alle bei Dir lackiert sind, dann ist davon auszugehen das auch Kotflügel und Stoßstangen gemacht wurden.
    Sonst wäre ja auch ein Farbunterschied möglich.

    Wenn dein Unterboden auf Kulanz vom Rost befreit wird, dann soll doch der MB Meister mal einen geschulten BLick wandern lassen. Kannst ja nen Zwanni für die Kaffeekasse spendieren. Im Zweifel hast du viel weniger verloren als bei den 300.
    Anderfalls einfach bei einem anderen Gutachter eine Preisinfo einholen und auf das 300 Euro Angebot verweisen.
    Also wenn nur Kratzer nachlackiert wurden, dann wäre selbst bei einer größeren Spotrepair nicht so eine großflächige Nachlackierung vorliegend.
    Allein das Verhalten des Händlers...."wusste von nichts mehr" deutet da schon auf dubioses Verhalten hin.

    Im Endeffekt musst du entscheiden wie wichtig Dir dein Recht ist und vor allem wie wichtig Dir die Sicherheit ist nicht in einem Unfallwagen zu sitzen.

    Soll jetzt nicht unverschämt klingen. Aber im schlimmsten Fall, wenn du einen anwaltlichen Weg nicht eingehen willst, musst dus unter Lehrgeld verbuchen. Weil grundsätzlich lässt man sich schriftlich im Kaufvertrag bestätigen das keinerlei große Nachlackierungen etc pp. gemacht wurden. Bzw. wenn welche dann welcher Art.

    Mein Rat für die Zukunft: Rechtsschutzversicherung lohnt eigentlich immer.
     
  14. Kosmo

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    Wollte noch mal anmerken, dass vorne auf der Fahrerseite die vordere Nebelleuchtenabdeckung fehlt. Die kann doch auch nicht einfach so abgefallen sein, oder? Oder haben die beim Lackieren der Stoßstangen (die ja wahrscheinlich auch nachlackiert sind) vergessen die abdeckung einzubauen?
    Aber ist das nicht ein Indiz für einen Unfall?
    Danke noch mal an alle!
     
  15. #14 A200 Coupé, 12.03.2008
    A200 Coupé

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    Da wird der Nachweis wohl schwer zu führen sein, dass Dir die nicht während dem Fahrbetrieb abgefallen ist. Wenn du keinen Beweis dafür hast, das Sie beim Kauf drauf war oder vielmehr beim Kauf schon gefehlt hat siehts da wohl schlecht aus.
     
  16. xelos

    xelos Elchfan

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    Also hier ist sicher schwer zu sagen ob nur wegen kratzer oder unfall lackiert wurde..bei einem grösseren unfall müsste auch die werkstatt sehen ob etwas an den tragenden teilen gemacht wurde..anscheinend hat das der meister verneint..am einfachsten wäre es den vorbesitzer zu fragen..falls das möglich ist den herauszubekommen..auf jedenfall billiger als ein gutachter..vielleicht einfach mal eine verkleidung von einer der türen abnehmen und schauen obs hinweise auf ausbesserungsarbeiten gibt..zb teileaufkleber die neuer sind als das herstellungsdatum..auf fast jeden plastikteil ist die jahreszahl eingestanzt...denkmal das ein gutachter wohl auch im zweifel ähnlich vorgeht...falls nichts auffälliges rauskommt..ist wahrscheinlich wirklich nur wegen rost oder kratzer lackiert worden..
     
  17. cooper

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    Doch. Das Teil ist nur eingeclipst. Hab auf der Beifahrerseite dank Meister Lampe auch schon die zweite drin.

    Viele Grüße, Mirko
     
  18. #17 Forthright, 13.03.2008
    Forthright

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    ... und wenn der aufgewirbelte Stein vom Vordermann groß und schnell genug ist, kann das auch passieren, die Trefferwahrscheinlichkeit ist sogar recht groß, wie man an den gerne mal zerschossenen Neblern, z.B. bei C-Klasse und Co., sehen kann.

    Regel die Angelegenheit möglichst schnell, da nur die ersten 6 Monate die Beweislastumkehr gilt ... ohne Rechtschutz ist etwas schwieriger. Aber die Aussage des Händlers hört sich net hasenrein an. Unwissenheit schützt weder vor Strafe noch vor Haftung .. und in der ist der Händler drin.

    Die Nachlackierung kann schon von etwas anderem als einem Unfall herrühren, was es war oder warum lackiert wurde, muss dir aber der Händler glaubhaft darlegen können, wenn nicht die Rücknahme verlangen und wo anders kaufen..

    Formulierungen wie "... keine bekannt ..." kann sich ein Privatverkäufer (Laie) evtl. noch leisten, ein Händler muss den Wagen auf Schäden untersuchen
     
  19. Kosmo

    Kosmo Elchfan

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    Vielen Dank für Ihre zahlreichen Antworten.

    Ich schreibe mal, was genau im Kaufvertrag steht:


    Zahl und Umfang der Unfallschäden: nicht bekannt

    Dem Verküfer sind auf andere Weise Unfallschäden bekannt: angekreuzt ist nein

    Ich finde einem Gebrauchtwagenhändler ist zuzumuten, das Fahrzeug auf Lackdicke zu untersuchen. Er kann mir doch nicht erzählen, dass er keinen Lacktiefenmessgerät besitzt. Ist doch ein Witz!

    Bitte helft mir mit Adressen und Telefonnummern von guten Verkehrsrechtanwälten, bzw. KFZ-Gutachtern in BERLIN! Ich bin für jede Empfehlung dankbar. Ich will die Sache nicht auf sich ruhen und den Wagen auf jeden Fall zurückgeben! Ich finde, ich sollte doch Recht bekommen.
    Oder kann ich einfach zur Polizei gehen und eine Anzeige stellen?

    Übrigens habe ich vom Händler die Rücknahme des Fahrzeugs telefonisch gefordert, er hat natürlich abgelehnt und bestreitet sogar, dass er gewusst habe, dass der Wagen fast komplett nachlackiert ist. Ich finde eine komplette Nachlackierung muss ein Gebrauchtwagenhändler in einem deutschen Rechtsstaat angeben, wir sind hier doch nicht auf dem Basar! Aber jetzt wiederhole ich mich. Bin einfach so wütend!

    Außerdem war beim Kauf meine Frau dabei und sie kann bezeugen, dass ich den Verkäufer gefragt habe, ob am Wagen etwas nachlackiert wurde und er sagte nein!

    Vielen Dank noch mal, dieses Forum ist mir wirklich eine große Hilfe.
     
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  21. Onkel

    Onkel Elchfan

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    Hallo, wo hast Du den Elch gekauft? Es sind ja einige "Basarhändler" in Berlin bekannt.
    Gruß, Onkel
     
  22. #20 A200 Coupé, 13.03.2008
    A200 Coupé

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    Na wenn deine Frau dabei war dann siehts schon etwas besser aus.
    Ein Zeuge ist immer mehr als nützlich.
    Ein Haken ist natürlich das bei Zahl und Umfang der UNfallschäden nicht bekannt steht. Dort sollte eigentlich NEIN bze KEINE stehen.

    Aber da du wahrscheinlich mit sowas noch nie Bekanntschaft hattest hast du nicht darauf geachtet. Daher wichtig: Habt ihr persönlich (Frau als Zeuge?) die Aussage erhalten das der Wagen unfallfrei ist?
    Was ist es für ein Gebrauchtwagenhändler?
    Ein Üsgür Ischdrehdirallesan oder ein seriöser Händler? Und es gibt mehrere Gerichtsurteile die einen Gebrauchtwagenhändler dazu verpflichten, die Lacktiefe des Fahrzeugs zu kennen (salopp formuliert, will dich jetzt nicht mit juristischen kleinkram langweilen) bzw das er einen Lacktiefemesser zu haben hat.

    Und an deiner Stelle würde ich SOFORT aufhören mit dem Händler zu telefonieren.

    NUR schriftlich und wenn schon nicht über den Anwalt, dann per Einschreiben mit Rückschein. Kostet zwar etwas aber schriftlich ist das A und O.
    Es kommt weiterhin darauf an ob er arglistig einen (eventuell vorliegenden) Unfall verschwiegen hat. Liegt ein Unfall vor dann wird er den Wagen zurücknehmen müssen.
    Zur Polizei brauchst du nicht gehen. Spar Dir den Weg. Das einzige auf was du spekulieren könntest wäre Betrug und dafür sind die Anhaltspunkte einfach zu vage. Das kostet dich nur Ärger.
    Hinsichtlich der Anwälte rate ich Dir zu einem Anruf bei der Verbraucherzentrale. Die werden Dir neutral jemand empfehlen. Andere Frage. hast du eine ADAC Plus Mitgliedschaft? Weiß jetzt nicht wie es bei der normalen Mitgliedschaft ist. Falls du ne normale hast AUCH nachsehen. Könnte sein das Verkehrsrechtsschutz oder sowas dabei ist.
    Wenn nicht auch egal. Du kannst trotzdem beim ADAC nachfragen. Die werden dir gute Anwälte und Gutachter im Raum Berlin nennen können.

    Schlussendlich willst Du den Wagen wieder rückabwickeln. Du musst dem Käufer auch keinen Raum zur Nachbesserung geben. Diese ist sowieso nicht möglich und da es sich um eine Verkehrswesentliche Eigenschaft der Sache gehandelt hat, über die er (evt. vorsätzlich) geschwiegen hat kannst du so zurücktreten.
    Dir bleibt auf Grund mangelnder Kooperation nur der Weg zum Anwalt. Dort einen quasi unverbindlichen Kostenvoranschlag machen/Erfolgschancen...
    Jeder seriöse Anwalt wird sich(natürlich gegen Honorar) den Fall ansehen und Dir einen neutralen Überblick über die ungefähr entstehenden Kosten und die Gewinnchancen geben.

    So genug jetzt.
     
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